Samstag, 22. Juli 2017

Ein Besuch im Virtual Reality Cinema

Bei meinem Trip nach Amsterdam habe ich auch das angeblich weltweit erste Virtual Reality Kino besucht. Es ist in der Nähe des Hauptbahnhofs und nun werde ich berichten, wie ich es gefunden habe.

Zunächst einmal hatten wir Glück, dass das Kino in der Woche gerade ein Angebot hatte und die Karten nur 7 statt um die 12 Euro gekostet haben. Mein Schatz und ich hatten sie schon vorher im Internet gekauft. Man muss da auch angeben, wann man ins Kino möchte. Jede halbe Stunde ist quasi eine Vorführung.

Wenn man das Kino betritt, kommt man zunächst in eine Art Bar, in der man bei einem Getränk auf die Vorführung warten kann. Dann wurden wir von einer Dame abgeholt und in einen seperaten Raum geführt. Dort befanden sich etwa zwanzig Drehstühle, auf denen Virtual Reality Brillen und Kopfhörer lagen. So eine Brille besitzen wir tatsächlich ebenfalls zuhause. Es ist einfach eine Oculus-Brille, in der man ein Handy einlegen kann. Darauf wird dann der Film abgespielt.

Dann gab es eine Einleitung der Dame, die erklärte, dass man die Auswahl zwischen verschiedenen Filmen hat. So kann man quasi eine Art Safari machen, einen Kinderfilm schauen oder sich für ein Sci-Fi-Abenteuer entscheiden. Wir wählten letzteres, weil die Dame meinte, dass es eher ein erwachsenes Publikum anspricht und etwas gruselig sein soll. 

Anschließend geht die Dame von Person zu Person und fragt nach dem Film, den sie dann auf einem Tablet auswählt. Danach startet die Vorführung und man kann Brille und Kopfhörer aufsetzen. Ich war ungefähr einer der letzteren, der mit dem Film startete.

Meine Auswahl bestand aus zwei Filmen à 15 Minuten. Der erste Kurzfilm handelte von einem Jugendlichen, der im Internet eine Art Schachspiel spielte, bei denen sich die Figuren allerdings abschießen. Als Zuschauer flog man quasi über das Brett und war mitten im Spiel. Mein sah vom Brett aus über sich Bildschirme, auf denen der Junge beim Spielen zu sehen ist. Da ich ja Höhenangst habe, hatte ich teilweise ein mulmiges Gefühl.

Den zweiten Film sah man aus der Perspektive eines Roboters mit künstlicher Intelligenz. Man erfährt nach und nach, wie er dazu wurde. In einer Szene ist man beispielsweise in einem Hörsaal und wird von den Studenten interviewt.

Bei beiden Filmen kann man sich auf dem Stuhl drehen und so quasi 180 Grad um sich herum erfahren. Man befindet sich mittendrin. Allerdings ist diese Technik noch nicht ganz ausgereift und die Filme waren ziemlich pixelig. Außerdem schien meine Brille beschlagen zu sein und so war ständig eine Art Schleier über dem Film. Insgesamt wurde mir auch recht schwindelig dabei und danach fühlt man sich, als ob man Karussel gefahren wäre.

Es war ein nettes Erlebnis, aber nichts besonderes. Für sieben Euro war es okay. Meiner Begleitung wurde schlecht und deshalb brach sie den Film ab. Das muss man ebenfalls bedenken. Zudem muss man sagen, dass ich zu den letzten gehört habe, als ich die Brille abnahm. Die anderen Filme schienen wohl kürzer gewesen zu sein. Hoffentlich reift diese Technik noch aus, denn dann ist es bestimmt ein cooles Erlebnis.

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