Montag, 31. Juli 2017

Ein Wochenende in Stuttgart

Mein Schatz hat letzte Woche ganz plötzlich Tickets für das Unicorn-Hill-Festival in Schwäbisch Gmünd von dem DJ Cuebrick gewonnen. Das Festival sollte zum ersten Mal stattfinden und da es am vergangenen Wochenede war, wussten wir nicht, ob wir das so spontan besuchen könnten. Außerdem war noch nicht klar, wie das Wetter werden sollte.

Also entschieden wir am Freitag ganz spontan. Auf dem Weg nach Schwäbisch Gmünd liegt Stuttgart und da dort gerade der Christopher-Street-Day anstand und es dort wohl viele Veranstaltungen gibt, beschlossen wir eine Nacht in Stuttgart zu verbringen. Wir buchten ein Hotel für eine Nacht und fuhren die etwa zweieinhalb Stunden in die Hauptstadt von Baden-Württemberg.

Das Hotel war sehr klein, aber dafür sehr gemütlich. Wir hatten sogar einen Balkon. Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, zogen wir los und gingen zunächst einmal etwas essen. Wir waren in der Alten Kanzlei - ein sehr, sehr leckeres Restaurant. Dieses Restaurant kann man nur wärmstens empfehlen. Die Bedienung war sehr freundlich und das Essen hat einfach fantastisch geschmeckt. Ich hatte ein Fleischküchle (Frikadelle) mit Karotten und Bratkartoffeln und zum Nachtisch ein Art Apfelstrudel mit Vanillesoße. Wenn ich daran denke, läuft mir noch immer das Wasser im Mund zusammen.

Anschließend ging es dann in einen Club, wo wir ein paar Drinks zu uns nahmen und die Stuttgarter Menschen beim Feiern beobachteten. Gerade beim CSD sieht man sehr viele coole kuriose Personen. Leider mussten wir ja am nächsten Vormittag auschecken und damit wir etwas Schlaf bekamen, waren wir gegen zwei Uhr wieder im Hotel.


Am nächsten Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstücksbufett im Hotel und danach ging es auch schon los in Richtung Schwäbisch Gmünd. Obwohl die Festivaltickets den Zeltplatz enthielten, entschieden wir uns dagegen, dort zu übernachten. Wir sind keine Camping-Leute und besitzen weder Zelt noch Schlafsäcke. Gegen 13:00 Uhr kamen wir beim Festival an. Und da traf uns die Enttäuschung. Das Festival bestand aus zwei Bühnen auf einem Flugplatz. Es waren ein paar Stände aufgebaut, an denen man etwas zu essen und zu trinken erstehen konnte. Aber mehr war da nicht. Zu dieser Uhrzeit war auch kaum etwas los. Da es sehr leer war, langweilten wir uns. Wir holten uns etwas zu trinken und setzten uns auf eine Bank. Wir kannten ja auch niemanden und so fühlten wir uns etwas fehl am Platz. Anderthalb Stunden etwa beobachteten wir das Geschehen, aber es passierte nichts. Sogar die DJs machten dazu ein paar Scherze, denn irgendwie war es wahrscheinlich auch für sie komisch, Musik für zwei tanzende Menschen zu spielen. Kurzerhand entschieden wir uns, das Festival wieder zu verlassen.


Wir beschlossen zurück nach Stuttgart zu fahren, dort ein neues Hotelzimmer zu nehmen und den CSD dort zu feiern. Wir fanden wieder ein Hotel, bei dem wir ein kleines Zimmer bekamen. Es war sehr günstig, also kann man sich nicht beschweren (auch wenn die hygienischen Bedingungen nicht die besten waren). Wir ruhten uns erst einmal wieder etwas aus und zogen dann los ins Stuttgarter Nachtleben. Das war ganz schön. Bis in die Nacht hinein feierten und kamen erst gegen fünf Uhr am Morgen zurück ins Hotel. Gut, dass wir zwei Übernachtungen gebucht hatten und so konnten wir am Sonntag lange ausschlafen.

Am Nachmittag gingen wir dann noch einmal in die Stadt, aßen etwas und schauten uns in der Innenstadt um, wo einige Stände für den CSD aufgebaut waren. Irgendwann wurde ich dann vom vielen Laufen wieder müde und so ging es zurück ins Hotel. Dort waren wir noch bis abend um halb elf. Da mein Schatz am nächsten Tag noch einen Termin zuhause hatte, konnten wir die Nacht nicht in Stuttgart verbringen. Und so fuhren wir noch nachts wieder zurpck nach Hause.

Es war ein recht chaotisches Wochenende und nicht alles lief wie geplant. Es war auch irgendwie sehr anstrengend, sodass ich echt von Sonntag auf Montag viel Schlaf nachzuholen hatte. Aber zumindest hat man etwas erlebt.

Sonntag, 30. Juli 2017

[Serie] Grandfathered

Inhalt: Der fünfzigjährige, gutaussehende Restaurantbesitzer erfährt plötzlich, dass er nicht nur einen Sohn, sondern auch eine Enkelin hat. Schlagartig hat der Frauenheld und ewiger Jungeselle eine Familie.

Meine Meinung: Zwei Gründe hatte es, dass ich mir die erste Folge von dieser Serie anschauen wollte: John Stamos und John Peck in den Hauptrollen. Ich mag beide Schauspieler sehr gerne und daher war ich neuierig. Die erste Folge fand ich dann auch ganz nett, sodass ich die Serie weitergeschaut habe. Und tatsächlich finde ich sie großartig. Nicht nur die beiden genannten Schauspieler machen ihre Sache hervorragend, sondern auch die anderen Charaktere. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit, was für sehr viel Witz und Unterhaltung sorgt. John Stamos ist wie geboren für den gutaussehnden, ewig junggebliebenen Großvater und Josh Peck ebenfalls als etwas nerdiger, alberner Sohn. Die beiden sind ein hervorragendes Duo, was ich mir sehr gerne angesehen habe. Dies ist wirklich eine sehr gelungene Comedy-Serie um einen Restaurantbesitzer, der jedem Rock hinterherrennt und dann plötzlich erfährt, dass er bereits Vater und sogar Großvater ist. Jetzt muss er lernen, dass es neben Frauen und Partys auch noch eine Familie gibt. Und das sorgt für sehr viele lustige Situationen. Ich finde es äußerst schade, dass die Serie bereits nach einer Staffel abgesetzt wurde, denn sie hatte ein überaus großes Potential.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
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Idee: Daniel Chun
Musik: Siddhartha Khosla
Epsisoden: 22
Erscheinungsjahr: 2015
Studio: 20th Century Fox Television, ABC Studios, Rhode Island Av Productions, Consolidated Chunworks

Samstag, 29. Juli 2017

[Film] Spiderman Homecoming

Inhalt: Für eine Mission holte Iron Man den fünfzehnjährigen Peter Parker zu sich ins Team. Von da an hat der junge Spiderman Blut geleckt. Leider wird er zunächst nicht gebraucht und da macht er sich eigenständig auf Verbrecherjagd.

Meine Meinung: Spiderman wurde nun schon mehrfach sehr gut verfilmt und ich war skeptisch, als der nun dritte Anlauf innerhalb kürzerer Zeit übernommen wurde, um den Helden auf die Leinwand zu bringen. Doch nach dem Auftritt beim letzten Captain-America-Film freute ich mich auf die neue Interpretation. Dieses Mal ist Spiderman noch jünger als sonst. Seine Tante May ist auch keine alte Schachtel, sondern eine coole Mitdreißigerin. Iron Man fungiert hier als Mentor des jungen Superhelden, der sich noch ziemlich tollpatschig anstellt, was sehr lustig ist. Peter Parkers neuer Anzug ist ebenfalls von Tony Stark entwickelt, sodass er viel mehr Funktionen hat, als es in den bisherigen Filmen der Fall war. Wer also den "herkömmlichen" Spiderman liebt, muss sich zunächst an diesen "neuen" gewöhnen. Ich habe es einfach so hingenommen und mich darauf eingelassen, sodass ich mich defintiv gut unterhalten fühlte. Die neuen Figuren finde ich grandios. So hat Peter nun einen dicken, nerdigen besten Freund, der ebenfalls für lustige Situationen sorgt. Auch der ein oder andere Charakter sorgt für Überraschungen. Insgesamt hat mich der Film also ziemlich begeistert.

Fazit: 5 von 5 Punkten. 
℗℗℗℗℗

Regie: Jon Watts
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren 
Studio: Sony Pictures Home Entertainment 
Erscheinungsjahr: 2017 
Spieldauer: 127 Minuten

Freitag, 28. Juli 2017

[Buch] Drei für immer von Marie-Aude Murail

Inhalt: Als ihre Mutter stirbt, sind die drei Geschwister Simeon, Morganne und Venise Waisenkinder. Da fällt ihnen ein, dass sie ja vielleicht bei ihren Halbgeschwistern unterkommen können. Und da beginnt ein unschöner Wettstreit.

Meine Meinung: Dies ist nicht das erste Buch der Autorin, welches ich gelesen habe. Ich freute mich auf eine seichte Unterhaltung mit tollen Charakteren und teilweise tiefgründigem Plot. Und das bekam ich auch - sogar mehr als ich erwartet hatte. Hier geht es um drei Geschwister, die plötzlich waise werden und nun eine gemeinsame Unterkunft suchen. Daher suchen sie nach ihren älteren Halbgeschwistern, weil sie sich erhoffen, bei ihnen zusammen bleiben zu dürfen. Das ist von der Grundhandlung schon sehr interessant, aber dann geht es noch tiefer, als einer der drei krank wird und man mit ihm mitfiebert. Das bringt noch ein bisschen Drama in die Geschichte, obwohl sie auch mit viel Humor geschrieben ist. Diesen Spagat schafft die Autorin mit Bravour. Darüber hinaus erschafft sie einzigartige Charaktere, die man einfach gern haben muss. Meine Lieblingsfigurt ist der Halbbruder Bart, der anfangs ein verantwortungsloser Partymensch ist und sich dann weiterentwickelt. Und das ist so schön mitanzusehen. Am Ende war ich tief berührt und wollte das Buch garnicht zuschlagen. Ich hätte gerne noch mehr mit diesen Charakteren erlebt. Dieses Buch ist meiner Ansicht nach trotz relativ einfacher Erzählweise ein Meisterwerk der Literatur und für Jung und Alt gleichermaßen geeignet.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
℗℗℗℗℗ 

Taschenbuch: 256 Seiten 
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 4 (1. November 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3596809959 
ISBN-13: 978-3596809950

Donnerstag, 27. Juli 2017

[SchreibUpdate] Juli 2017

Diesen Monat war ich ultra produktiv, was mich sehr froh macht. Ich hatte eine Woche lang einen Schreibflow ohne Gleichen. Zwar blieben dann meine Korrekturen der anderen Bücher auf der Strecke, aber ich musste einfach losschreiben.

So habe ich tatsächlich den zweiten Band von Elementum fortgesetzt, sogar beendet und darüber hinaus einen kompletten dritten Band geschrieben. Das ist der Wahnsinn.

Der zweite Band hatte bis dato etwa 60 Seiten gehabt. Ich habe ihn dann bis 290 Seiten zuende gebracht. Der dritte Band hat etwa 240 Seiten. So gesehen habe ich insgesamt etwa 470 Seiten geschrieben.

Natürlich darf man dabei nicht die größte Schreibkunst erwarten. Deswegen habe ich beschlossen, meine Reihe "ELEMENTUM" nun als Schreibübung anzusehen. Diese Reihe wird nun nur auf meinem Blog erscheinen (oder vielleicht noch auf Wattpad - mal sehen). Ich habe ja bereits mit dem zweiten Band begonnen, dessen Kapitel nun wöchentlich sonntags hier auf dem Blog erscheinen.

Leider habe ich seit dieser Woche nicht mehr weitergeschrieben, aber ich will das demnächst noch einmal aufgreifen. Leider sind meine Ideen für Band 4 noch nicht ganz ausgereift. Da muss ich noch dran pfeilen.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Harry Potter - The Exhibition

Seit einiger Zeit gibt es eine Ausstellung zu den Harry-Potter-Filmen in Utrecht in den Niederlanden. Die gab es auch schon in Deutschland, allerdings hatte ich sie verpasst. Und so nutzte ich die Gelegenheit, mir die Ausstellung auf der Rückfahrt von unserem Trip nach Amsterdam mitzunehmen.

Mein Schatz und ich besorgten die Karten schon vorher im Internet, weil wir lange Wartezeiten befürchteten. Ein Ticket kostete uns 26,00 Euro. Die Ausstellung befindet sich in einem Kino (CineMec) in Utrecht. Im Eingangsbereich des Kinos kann man bereits das fliegende Auto aus den Filmen bewundern. Die Ausstellung selbst befindet sich allerding im hinteren Teil des Gebäudes, welches in eine Art Container führt.

Wir mussten glücklicherweise nicht lange warten. Im Wartebereich gab es keine Schlange und so konnten wir direkt zum Eingang der Ausstellung vorlaufen. Auf dem Weg macht man noch ein Foto vor einer Greenbox. Man bekommt hierfür Umhänge von Hogwarts, einen Schal von einem der Häuser und einen Zauberstab in die Hand gedrückt. Dann darf man posieren. Das Foto hat uns am Ende 15,00 Euro gekostet.

Dann beginnt das Spektakel. Zunächst bekommt man eine Einführung von einem verkleideten Harry Potter. In einer Kulisse befindet sich ein Stuhl mit dem sprechenden Hut. Wer will, darf sich auf den Stuhl setzen und der Hut bestimmt, in welches Haus man gehört. Das ist ganz witzig. Dann wird man in den nächsten Raum geführt, wo man über Bildschirme einige Impressionen aus den Filmen erhält. Diese machten wir wieder Lust, mir die Filme anzuschauen. Dann darf man in den nächsten Raum, in dem sich der Hogwarts Express befindet (jedenfals die fordere Lok und ein oder zwei Wagons). Daran vorbei geht es dann endlich in die Ausstellung.

Wir hatten uns für je 5 Euro einen Audioguide mitgenommen. So konnten wir noch ein paar zusätzliche Infos von der Regie oder beispielweise den Maskenbildnern erhalten. Ich fand es ganz nett, aber irgendwie unnötig. Uns wurde das wärmstens empfohlen, aber ich würde davon abraten. In verschiedenen Räumen findet man Requisiten, Kostüme oder sogar Modelle der später animierten Figuren vor. Man darf Fotos machen, allerdings nur ohne Blitz. Deshalb wirken sie am Ende etwas düster. An ein paar Stellen gibt es noch ein paar Specials. So darf man beispielsweise Körbe im Stile von Quidditch werfen. Das ist ganz nett.

Am Ende der Ausstellung kommt man in einen Shop, bei dem man auch noch ziemlich viel Geld loswerden kann. Die Auswahl ist nicht sehr groß, aber ich habe mich letztendlich für einen Kugelschreiber im Gryffindor-Stil entschieden. Dieser hat 28,00 Euro gekostet. Gerne hätte ich noch einen Zauberstab mitgenommen, aber ich bin nicht bereit, 40,00 Euro dafür zu bezahlen.

Insgesamt war das ein sehr schönes und beeindruckendes Erlebnis - allerdings ist es meiner Ansicht nach viel zu teuer. Wir haben jetzt zu zweit 52,00 Euro für den Eintritt, 10,00 Euro für die Audioguides, 15,00 Euro für das Foto und 28,00 Euro für den Kugelschreiber bezahlt, Also wurden wir dort insgesamt 105,00 Euro los. Der Spaß hat übrigens etwa anderthalb Stunden angedauert.

Dienstag, 25. Juli 2017

Kattencafe Kopjes

Bei unserem Trip nach Amsterdam erfuhren wir von einem Katzencafé. Da ich Katzen unendlich liebe, wollte ich mir das unbedingt anschauen. Und so reservierten wir Plätze im Kattencafe Koppjes (die Reservierung ist dringend erforderlich).

Wenn man das Café betritt, kommt man zuerst in einen kleinen Vorraum, welches die Küche ist. Dort steht auch die Kasse und man kann Katzenartikel kaufen. Bevor man dann den Raum mit den Katzen betreten darf, bekommt man eine Einweisung, in der erklärt wird, dass man die Katzen beispielsweise nicht füttern soll ode sie auch nicht hochnehmen darf. Dann muss man sich noch die Hände desinfizieren und kann dann ins Café.

Dieses ist schnuckelig eingerichtet mit verschiedenen Sitzgruppen, die alle unterschiedlich aussehen. Wir nahmen in einer Sofaecke Platz. Überall liegt Spielzeug für die Katzen herum und an den Wänden sind Bauten angebracht, auf denen sich die Katzen legen können bzw. auf denen sie herumlaufen können. Durch eine Röhre kommen die Katzen in einen Nebenraum mit den Katzentoiletten.

Derzeit befinden sich sechs Katzen in dem Café, die total lieb und süß sind. Sie kamen auch zu uns und haben sich auf uns gelegt und wollten geschmust werden. Das war für mich echt super, weil ich das so lange nicht mehr gemacht habe. Die Getränke und der Kuchen dort sind auch ganz lecker. Für Kinder gibt es sogar eine kleine Mal- bzw. Spielecke.

Allerdings fragte ich mich, ob dieser kleine Platz für so viele Katzen eigentlich gut ist. Irgendwie hatte ich auch die Befürchtung, dass es ihnen da viel zu eng ist. Aber die Katzen schienen sich wohl zu fühlen.

Eintritt muss man aber übrigens auch bezahlen - 3 Euro pro Person. Das finde ich ebenfalls ein bisschen ungewöhnlich, aber da es auch nicht zu teuer ist, nahmen wir das in Kauf. Ich fand es ganz toll dort und würde nochmal dorthin gehen, um mit den süßen Katzen zu schmusen.

Montag, 24. Juli 2017

Madame Tussauds in Amsterdam

Bisher war ich schon zwei- oder dreimal im Wachsmuseum Madame Tussauds in Berlin. Dann war ich noch einmal im Panoptikum in Hamburg. Ich mag solche Wachsmuseen und daher wollte ich auch das in Amsterdam sehen, als ich dort war. Zudem ist dort gerade eine Marvel-Ausstellung und sie konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Ein Ticket kostet um die 30 Euro. Diese besorgt man sich am besten im Internet, weil sie dort günstiger sind und man beispielseweise auch ein günstigeres Ticket für nach 18 Uhr kaufen kann. Das haben wir gemacht. Außerdem muss man sich dann nicht an der sehr langen Schlange anstellen und kann direkt ins Kino. Das ist praktisch.

Am Eingang wird ein obligatorisches Foto gemacht, was man dann später käuftlich erwerben kann. Auch im Museum ist noch eine Fotografin und auch da kann man Fotos machen. Wir haben zwei Fotos gekauft, welche uns dann 15 Euro gekostet haben. Ein Foto hätte zehn Euro gekostet. Dann steigt man in einen Fahrstuhl und die Tour kann beginnen. Eine kleine Einführung gibt es in einem runden Raum, wo uns die ersten Wachsfiguren wie ET oder Robbie Williams durch Schaufenster präsentiert wurden. Dann kann man das Museum begehen.

Man trifft dort auf viele Stars wie Ed Sheeran, Lady Gaga oder Justin Timberlake. Bei einigen Stars gibt es besondere Aktionen - so kann man sich beispielsweise zu George Clooney an einen Tisch setzen oder sich zu Robbie Williams auf eine Couch legen. Bei Ed Sheeran kann man ein Klavier spielen oder bei Charlie Chaplin sogar ein kleines Video in einer Box drehen. Mit Adele kann man Karaoke singen oder bei Van Gogh mit Hilfe einer Greenbox ein Gemälde von sich anfertigen und per Email zuschicken lassen. Das macht eine Menge Spaß.

Mein persönliches Highlight war die Marvel-Ausstellung. Da kann man bei Ant-Man auf einer Ameise reiten, sich bei Iron Man auf eine Art Lichtsäule stellen oder bei Thor versuchen, seinen Hammer anzuheben. Bei Hulk kann man quasi ein Auto anheben oder sich mit einem Schild neben Captain America stellen. Das ist total cool für einen Superhelden-Fan wie mich und ich hatte sehr viel Spaß.

Leider sind Fotos mit Blitz nicht erlaubt und so werden die Bilder nicht so schön, wie sie sonst sein könnten. Aber es ist trotzdem echt cool. Es gibt auch einige niederländische Stars dort, die ich allerdings nicht kenne und sie mich deshalb nicht interessierten. Aber ansonsten hatte ich sehr viel Vergnügen.

Sonntag, 23. Juli 2017

[Elementum 2] Stille Wasser - Kapitel 2

Der nächste Morgen begann furchtbar, besonders für Marina. Sie hatten nämlich zwei Blöcke bei ihrem verhassten Tutoren Tiberius von Zimmenthal. Erst einmal hatten sie neunzig Minuten Literatur und ohne Pause ging es gleich weiter mit neunzig Minuten Grammatik. Andere Lehrer ließen sie zwischen zwei Blöcken zumindest kurz verschnaufen. Nicht der Wasser-Elementarist.
Marina war wohl die klügste Schülerin im ganzen Jahrgang. Sie war fleißig und strengte sich mehr an als alle anderen. Bei jeder Frage wusste sie eine Antwort und sofort waren ihre Finger oben. Doch Herrn von Zimmenthal reichte dies niemals aus.
Heute möchten wir über ein Epigramm von Gotthold Ephraim Lessing sprechen“, begann der Lehrer mit dem Literatur-Unterricht. „Da Sie ja eine ganz Schlaue sind, können Sie uns sicherlich einen kurzen Abriss über die Biografie des Dichters geben, Frau Hollenbach.“
Ohne zu zögern sprang Marina von ihrem Stuhl auf und erzählte etwas über das Leben Lessings. Robin war bewusst, dass sicherlich kein anderer Schüler auch nur ansatzweise hätten eine Antwort geben können - ihn eingeschlossen. Daher verdiente Marina den größten Respekt.

Samstag, 22. Juli 2017

Ein Besuch im Virtual Reality Cinema

Bei meinem Trip nach Amsterdam habe ich auch das angeblich weltweit erste Virtual Reality Kino besucht. Es ist in der Nähe des Hauptbahnhofs und nun werde ich berichten, wie ich es gefunden habe.

Zunächst einmal hatten wir Glück, dass das Kino in der Woche gerade ein Angebot hatte und die Karten nur 7 statt um die 12 Euro gekostet haben. Mein Schatz und ich hatten sie schon vorher im Internet gekauft. Man muss da auch angeben, wann man ins Kino möchte. Jede halbe Stunde ist quasi eine Vorführung.

Wenn man das Kino betritt, kommt man zunächst in eine Art Bar, in der man bei einem Getränk auf die Vorführung warten kann. Dann wurden wir von einer Dame abgeholt und in einen seperaten Raum geführt. Dort befanden sich etwa zwanzig Drehstühle, auf denen Virtual Reality Brillen und Kopfhörer lagen. So eine Brille besitzen wir tatsächlich ebenfalls zuhause. Es ist einfach eine Oculus-Brille, in der man ein Handy einlegen kann. Darauf wird dann der Film abgespielt.

Dann gab es eine Einleitung der Dame, die erklärte, dass man die Auswahl zwischen verschiedenen Filmen hat. So kann man quasi eine Art Safari machen, einen Kinderfilm schauen oder sich für ein Sci-Fi-Abenteuer entscheiden. Wir wählten letzteres, weil die Dame meinte, dass es eher ein erwachsenes Publikum anspricht und etwas gruselig sein soll. 

Anschließend geht die Dame von Person zu Person und fragt nach dem Film, den sie dann auf einem Tablet auswählt. Danach startet die Vorführung und man kann Brille und Kopfhörer aufsetzen. Ich war ungefähr einer der letzteren, der mit dem Film startete.

Meine Auswahl bestand aus zwei Filmen à 15 Minuten. Der erste Kurzfilm handelte von einem Jugendlichen, der im Internet eine Art Schachspiel spielte, bei denen sich die Figuren allerdings abschießen. Als Zuschauer flog man quasi über das Brett und war mitten im Spiel. Mein sah vom Brett aus über sich Bildschirme, auf denen der Junge beim Spielen zu sehen ist. Da ich ja Höhenangst habe, hatte ich teilweise ein mulmiges Gefühl.

Den zweiten Film sah man aus der Perspektive eines Roboters mit künstlicher Intelligenz. Man erfährt nach und nach, wie er dazu wurde. In einer Szene ist man beispielsweise in einem Hörsaal und wird von den Studenten interviewt.

Bei beiden Filmen kann man sich auf dem Stuhl drehen und so quasi 180 Grad um sich herum erfahren. Man befindet sich mittendrin. Allerdings ist diese Technik noch nicht ganz ausgereift und die Filme waren ziemlich pixelig. Außerdem schien meine Brille beschlagen zu sein und so war ständig eine Art Schleier über dem Film. Insgesamt wurde mir auch recht schwindelig dabei und danach fühlt man sich, als ob man Karussel gefahren wäre.

Es war ein nettes Erlebnis, aber nichts besonderes. Für sieben Euro war es okay. Meiner Begleitung wurde schlecht und deshalb brach sie den Film ab. Das muss man ebenfalls bedenken. Zudem muss man sagen, dass ich zu den letzten gehört habe, als ich die Brille abnahm. Die anderen Filme schienen wohl kürzer gewesen zu sein. Hoffentlich reift diese Technik noch aus, denn dann ist es bestimmt ein cooles Erlebnis.

Freitag, 21. Juli 2017

Das Anne-Frank-Haus in Amsterdam

Als wir zu einem Trip in Amsterdam war, stand für mich das Anne-Frank-Haus ganz oben auf der Liste der Dinge, die ich besuchen wollte. Da ich vor kurzem das Tagebuch der Anne Frank gelesen habe und es mich ziemlich berührt hatte, wollte ich selbst erfahren, wie sie gelebt hat.

Und so bestellte ich schon eine Woche früher Eintrittskarten im Internet, was ziemlich schlau war. Denn dort selbst muss man stundenland anstehen, um Karten zu erhalten. Also meine Empfehlung ist, definitiv vorher die Karten zu besorgen. Dann darf man sich direkt an der kürzeren Schlange anstellen. Ein Ticket kostet übrigens neun Euro.

Gleich am Anfang der Ausstellung darf man sich einen kostenlosen Audioguide mitnehmen. Da ich aber das Buch gelesen habe, fand ich das nicht für nötig. Dennoch könnte er wahrscheinlich noch ein paar Hintergrundinfos bieten. Dann beginnt man die Tour durch die Geschäftsräume des Hauses, in dem sich die Familie von Anne Frank verstecken konnten. Man sieht nachgestellte Fotos von früher und Infos zu den Personen, die dort gearbeitet haben und die Familie Frank unterstützt haben.

Irgendwann kommt man dann zum Hinterhaus. Dieses ist durch eine Tür hinter einem Schrank zu erreichen, wie es Anne Frank in ihrem Tagebuch berichtet. Man klettert einige Stufen hinauf und kommt sodann in die versteckten Wohnräume, die tatsächlich ziemlich winzig sind. Auch dort findet man Bilder, wie es wohl ausgesehen hatte, sowie originale Gegenstände und weitere Information zu den Personen. Eigentlich dachte ich, dass mich das dort ziemlich ergreifen würde. Doch leider sind dort so viele Besucher, dass man quasi in einer Schlange dadurch gedrängt werden. Deshalb kommt keine Atmosphäre zustande. Das ist etwas schade, aber wahrscheinlich nicht anders möglich.

Nach den Zimmern kommt man wieder in das Museum zurück, wo es noch weitere Ausstellungsstücke und weitere Infos gibt. Am Schluss gibt es natürlich noch einen Shop, wo man beispielsweise das Tagebuch in verschiedenen Sprachen kaufen kann. Für mich war es ein interessantes Erlebnis und in Verbindung mit dem Buch sehr beeindruckend.

Das Foto ist übrigens im Wachsmuseum Madame Tussauds entstanden und nicht im Museum, weil dort das Fotografieren strengstens verboten ist.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Ein Trip nach Amsterdam

Schon lange hatte ich mir vorgenommen, nach Amsterdam zu reisen, doch leider kam immer etwas dazwischen - meistens waren es die teuren Bahn-Tickets. Doch jetzt hatten wir die Möglichkeit mit dem Auto dahin zu fahren und so buchten wir vier Nächte im Hotel Van der Valk in der Nähe des Flughafens Schiphol, um diese neiderländische Stadt kennenzulernen.

Los ging es am Donnerstag, den 13. Juli, gegen Vormittag. Wir fuhren mit dem Auto los und brauchten etwa viereinhalb Stunden, bis wir im Hotel ankamen. Zunächst waren wir etwas enttäuscht, da wir dachten, das Hotel sei näher an der Innenstadt von Amsterdam. Doch wir mussten feststellen, dass das Hotel ziemlich abgeschieden war. Wir mussten täglich einen Shuttlebus zum Flughafen Schiphol nehmen, was etwa eine Viertelstunde dauerte. Von dort aus musst mir dann noch einmal eine Viertelstunde mit der Bahn bis zum Amsterdamer Hauptbahnhof fahren. Also waren wir jeweils etwa 30 bis 40 Minuten bei der Hin- und Rückfahrt unterwegs. Zudem fuhr leider der Shuttle nur alle 40 Minuten und auch nicht rund um die Uhr. So mussten wir uns spätestens abends um elf von Amsterdam verabschieden und konnten das Nachtleben nicht kennenlernen.

Ansonsten war das Hotel ganz schön. Wir hatten ein gutes Zimmer und hätten die Möglichkeit der Nutzung des Innenpools, der Saune und eines Fitnessbereiches gehabt. Leider haben wir das nicht in Anspruch genommen.

Nun aber mal zu der Stadt, weswegen wir eigentlich dorthin gefahren waren: Amsterdam. Das ist echt eine wunderschöne Stadt mit einer riesigen Innenstadt mit unzähligen Restaurants und Läden. Man kann viele Stunden zum Shoppen verwenden und vor allem findet man endlich mal Läden, die man in Deutschland nicht hat. Natürlich gibt es auch C&A oder H&M, aber nicht an jeder Ecke wie in Deutschland.

Aber am schönsten ist eigentlich das Stadtbild mit den schiefen, engen Häuschen und den Grachten. Zwar wird gerade um den Hauptbahnhof wenig wert auf Bürgersteige gelegt, aber ansonsten ist es sehr atmosphärisch. Die Amsterdamer sind selbst eher mit dem Fahrrad unterwegs (welches man sich auch in vielen Läden ausleihen kann). So gibt es Straßen nur für Fahrräder (welches unser Navigationsgerät nicht immer erkannte). Man ist aber ständig in Gefahr, von einem Fahrrad umgefahren zu werden. Die Holländer fahren echt rücksichtslos, was manchmal anstrengend ist.

Ansonsten ist es in Amsterdam sehr teuer. In Restaurants kann man sehr viel Geld lassen. Aber auch im normalen Supermarkt scheint alles ein bisschen teurer. Nur Dosenpfand gibt es nicht, weswegen Getränke in Dosen günstig erscheinen. Außerdem gibt es in den Niederlanden keine 1- und 2-Cent-Münzen, sodass die Preise auf- bzw. abgerundet werden. Interessant ist auch die Offenheit der Holländer. Die Coffeeshops sind sehr bekannt und weit verbreitet. Mich hat der Geruch nach Marihuana oft gestört, weil das überhaupt nicht mein Fall ist. Irgendwie seltsam ist es, dass Sexshops mit offenen Türen und Schaufenstern (in den ganz frei für jedermann Porno-DVDs ausgestellt sind) aufwarten. Ich weiß nicht, wie Eltern das finden, die mit ihren Kindern an solchen Läden vorbeikommen. Hierzu passt auch die Rotlichtgegend ebenfalls in der Innenstadt. Da ist schon am frühen Nachmittag eine riesen Stimmung und heiße Mädels warten hinter Schaufenstern auf ihre Freier. Auch diese Gegend wird gerne von der ganzen Familie besucht.

Es gibt in dieser Stadt noch mehr zu entdecken und wir haben auch einige Sachen besucht, die ich in anderen Beiträgen hier auf dem Blog vorstellen werde. So waren wir zuerst im Anne-Frank-Haus, dann noch im Virtual-Reality-Kino oder bei Madame Tussauds. Besonders angetan war ich von einem Katzen-Café. Auf der Rückfahrt am Montag, den 17. Juli, machten wir einen Zwischenstopp in Utrecht bei der Harry-Potter-Ausstellung.

Insgesamt hat uns dieser Trip sehr viel Spaß gemacht. Im Oktober haben wir vor, noch einmal mit Freunden dahin zu fahren, weil es noch ein paar Dinge gibt, die wir sehen möchten. Außerdem möchten wir auch das Nachtleben kennenlernen.