Samstag, 3. August 2013

Ein Tag in Köln

Gestern war ich mit meinem Bruder, meinem Schatz und einer Freundin zu einem Tagestrip nach Köln. Wir alle waren - Schande über unser Haut - noch nie in Köln und wollten dies nachholen. Also buchten wir den ICE und waren in etwas mehr als einer Stunde morgens um halb acht in Köln am Hauptbahnhof angekommen.
Gleich am Hauptbahnhof steht der Kölner Dom, den wir sogleich bewunderten. Ich als Atheist muss zugeben, dass es ein eindrucksvolles Gebäude ist. Nach diesem guten Start wollten wir uns sogleich auf den Weg in die Stadt machen und liefen einfach der Nase nach los. Nach einer Weile überlegten wir uns, doch mal das Navi auf dem Handy zu fragen, wo denn die Innenstadt ist. Da fanden wir heraus, dass sie genau beim Hauptbahnhof ist. Dumm gelaufen! Also den ganzen Weg wieder zurück. 

Da es noch so früh am Morgen war, hatten die Geschäfte noch geschlossen. Deshalb suchten wir uns ein Lokal, indem wir zuerst frühstückten. Das Frühstück war auch lecker und reichhaltig. Jedoch nervte uns eine Wespe gewaltig, die sich nicht vertreiben ließ. Sie hat uns quasi das ganze Essen lang genervt. So aßen wir schnellstmöglich auf und zogen weiter.

Langsam öffneten auch die Geschäfte und so bummelten wir durch die Innenstadt. Ein paar Bücherläden waren auch darunter. Ich fand sogar ein Band der Eltern-Märchenedition, wovon mir noch zwei Bände fehlten. Also kaufte ich mir Band Nummer 1.

Auf dem weiteren Weg durch die Stadt entdeckte ich eine wirklich coole Häuserwand, an der riesige Bücher hingen. Natürlich musste ich diese Wand fotografieren.

Schon zuhause hatten wir im Internet geschaut, was wir uns ansehen wollen. Und da entschieden wir uns für das Duftmuseum. Dies befindet sich im Farina Haus. Der Eintritt kostet 5 Euro und dafür bekommt man eine Führung durch das Farina Haus mit der Geschichte darum herum. Das war sehr interessant. 
Der Führer war ein Herr mit einem sehr tolle osteuropäischen Akzent. Er klärte uns darüber auf, wie das Original Eau de Cologne entstanden ist. Da ich mich vorher nicht darüber informiert hatte, waren für mich einige Neuigkeiten darunter. So wusste ich nicht, dass das teuere Eau de Cologne tatsächlich das wahre Kölnisch Wasser ist. Wegen dem Erfolg gab es viele Nachahmer - darunter das 4711, welches ebenfalls unter Kölnisch Wasser bekannt ist. Da die Herstellung aufwendig und das Rezept streng geheim ist, gehört das original Farina 1709 zu Luxusgütern. Außerdem lernten wir, dass mittlerweile das "Eau de Cologne" zu einem Gattungsbegriff geworden ist. So gibt es bei Düften vier Gattungen, die beschreiben, wie hoch der Duft konzentriert ist. Die höchste Form ist das Extrait Parfum, gefolgt vom Eau de Parfum und anschließend das Eau de Toilette. Das Eau de Cologne ist der Duft mit der geringsten Konzentration. Alllerdings ist das Farina Eau de Cologne von diesem Gattungsbegriff aus gesehen ein Eau de Parfum. Ziemlich kompliziert, nicht wahr?
Die Fürhung war wirklich nicht langweilig. Man wurde miteinbezogen und durfte sich intereaktiv beteiligen. Ein Geruchsratespiel wurde sogar durchgeführt. Nach ca. 45 min. gab es ein Abschiedsgeschenk, welches ein kleines Pröbchen des Eau de Cologne enthielt. Dieses kleine Fläschchen kann man auch so erwerben und nicht nur in dem Museum. Für 4 Euro kann man es auch in einigen Tourismus-Geschäften in Köln kaufen. Bei einem Eintritt von 5 Euro mit Führung und diesem Fläschchen hat es sich mehr als gelohnt. Für mich war es das Highlight des Köln-Trips.

Nach einem leckeren Eisbecher und einer weiteren Shopping-Tour, bei der ich mir einen neuen Silberring mit blauen Streifen gegönnt habe und wir uns noch die fehlenden vier Staffeln der Serie Queer as folk gekauft haben, ruhten wir uns am frühen Abend beim Dom an einem Brunnen aus. Wir kühlten unsere Füße darin ab und genossen die Abendsonne. Kurz vor Ladenschluss ließen wir uns noch von Massagestühlen in einem Carré massieren, da wir schon den ganzen Tag auf den Beinen waren und uns alles wehtat. Zum guten Abschluss beschlossen wir, zu Abend zu essen und setzen uns in ein Bräuhaus.

Danach machten wir uns zum Bahnhof auf. Dort gingen wir in einen Rewe to go, die es in Köln wohl mehrfach gibt und die wir hier in Frankfurt gar nicht kennen. Wir deckten uns mit Getränken für die Heimfahrt ein und gingen zum Gleis, auf dem unser ICE fahren sollte. Doch da wurde durchgesagt, dass unser Zug ausfällt. Wir gerieten in Panik und suchten uns schnurstracks den nächstbesten Zug nach Frankfurt, ungewiss darüber, ob wir mit unserem Ticket überhaupt damit fahren durften. Aber alles war in Ordnung und so kehrten wir gegen Mitternacht endlich nach Hause zurück, wo ich totmüde ins Bett fiel.

Insgesamt war es ein wirklich fantastischer Tag in einer wunderschönen Stadt. Ich muss unbedingt noch mal dahin und dann will ich mir aber ein paar andere Gegenden ansehen. Wer einen Tipp hat, kann ihn mir gerne in die Kommentare schreiben. Ich würde mich sehr freuen.

1 Kommentar:

  1. Hi Pero :D
    Schau dir unbedingt mal die Altstadt an! Und am Rhein die Promenade entlang spazieren... und vielleicht mal ins Schokoladenmuseum? ;)

    Liebe Grüße
    "Mina" :)

    AntwortenLöschen