Samstag, 20. Juli 2013

Blinde Vögel von Ursula Poznanski

Inhalt: Zwei Leichen führen Ermittlerin Beatrice Kaspary in eine Facebook-Gruppe, die sich mit Lyrik beschäftigt. Kurzerhand legt sie sich ein falsches Profil zu und tritt der Gruppe bei, um Nachforschungen anstellen zu können. Wird sie den Mörder finden?

Meine Meinung: Die Autorin schafft es immer wieder, ein interessantes und aktuelles Phänomen der Gesellschaft für ihre Bücher aufzugreifen. In diesem Fall bindet sie Facebook in einen absolut spannenden Krimi ein, sodass ich mich als Leser mit dem Fall perfekt identifizieren kann. Wer selbst auf Facebook registriert ist, fühlt sich sofort in dem Buch zuhause. Ihre Charaktere schreiben selbst Posts, sodass ich mich teilweise dabei erwischte, wie ich meine Laptop-Mouse suchte, um ebenfalls auf "gefällt mir" klicken zu können. Ein weiteres Thema, welches in dem Krimi aufgegriffen wird, sind Gedichte. Doch keine Sorge! Diese Gedichte werden nicht ausführlich interpretiert, sodass man sich langweilt. Ich habe zwar versucht, mir zu überlegen, in welchem Zusammenhang die Gedichte mit der Handlung stehen, aber das hat eher zu mehr Interesse geführt und nicht zu Langeweile. Das bringt zusätzlichen Lese-Spaß. Poznanskis Schreibstil gefällt mir und ich habe ihre Protagonistin Beatrice Kaspary als Ermittlerin ins Herz geschlossen. Auch die Einbeziehung von privaten Problemen der Protagonisten gefällt mir sehr gut, auch wenn sie leider nur am Rande angerissen werden. Ich freue mich auf weitere Krimis, um dann mehr über das Privatleben dieser zu erfahren. Wer Krimis oder Thriller gerne liest, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Broschiert: 480 Seiten 
Verlag: Wunderlich; Auflage: 2 (2. April 2013) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3805250452 
ISBN-13: 978-3805250450

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