Donnerstag, 17. Mai 2012

Meine 247 Tage im türkischen Knast von Marco W.

Inhalt: Marco W. wurde bei einem Familienurlaub in der Türkei verhaftet, weil er angeblich ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt haben soll. Doch das alles entspricht nicht der Wahrheit. Marco berichtet hier darüber, was passiert war und über seine Erlebnisse im türkischen Gefängnis.

Meine Meinung: Tief erschüttert hat mich Marcos Geschichte. Dass ein Missverständnis und die Lüge eines jungen Mädchens ihn acht Monate hinter Gittern sperrte, ist eine tragische Geschichte. Dass die Zeit im Gefängnis, kein Zuckerschlecken ist, kann sich jeder vorstellen. Marco berichtet hier über seine Erlebnisse. Sie sind sehr detailreich, aber sachlich. Wer hier seine Sensationsgeilheit stillen möchte, ist mit diesem Buch an der falschen Adresse. Die traurige Realität wird bildhaft dargestellt, aber nicht in Hollywood-Blogbuster-Manier. Marco W. schildert beispielsweise unter anderem die bürokratischen Vorgänge, um so etwas Einfaches wie eine Flasche Wasser hinter Gittern zu bekommen. Seine Schilderungen ließen mich nicht mehr los. Ich konnte seine Ohnmacht regelrecht selbst fühlen. Und die ganze Zeit stellte ich mir die Frage, wie das nur sein kann? Es wäre taktlos zu sagen, ich würde dieses Buch "schön" finden. Das einzige, was ich dazu sagen möchte: Man sollte es gelesen haben.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Gebundene Ausgabe: 200 Seiten 
Verlag: Hamburger Kinderbuch; Auflage: 1 (28. November 2008) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3866310072 
ISBN-13: 978-3866310070

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