Donnerstag, 5. April 2012

Wilde Feigen von Nedjma

Inhalt: Die verwitwete Zobida begibt sich mit der jungen Leila auf die Suche nach der Frau, die Leilas Jungfernhäutchen als Kind zugenäht hatte, weil Leila glaubt, sie sei die einzige, die sie wieder öffnen kann. Auf dem Weg lehrt Zobida ihrer jungen Begleitung einige Dinge über Erotik und Liebe.

Meine Meinung: Als ich das Buch öffnete und die ersten Seiten las, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Das Buch steigt sofort in pornografische Erzählungen ein, die mich weder stimulierten noch schockierten. Stattdessen amüsierten sie mich sehr und ich musste wirklich laut loslachen. Beim weiteren Lesen folgten viele weitere erotische Stellen, an die ich mich mehr oder minder gewöhnte. In den Vordergrund trat die tiefere Bedeutung des Werkes und die Fragestellung, ob muslimische Frauen Lust empfinden dürfen. Die Protagonistin kommt aus einem Land, in dem Frauen noch immer unterdrückt werden und daher ist ein erotisches Verlangen und die Lust am Sex tabu für sie. Dieses Thema fand ich sehr faszinierend und ich hatte das Gefühl, selbst etwas beim Lesen zu lernen. Da die Beschreibungen sehr detailliert sind, würde ich das Buch nicht für sehr junge LeserInnen empfehlen. Wer sich von Erotik und Pornografie nicht abschrecken lässt oder so etwas sogar gerne liest, liegt mit diesem Buch genau richtig.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Gebundene Ausgabe: 240 Seiten 
Verlag: Droemer (1. Juni 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3426198711 
ISBN-13: 978-3426198711

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