Donnerstag, 19. April 2018

[Buch] Ich mach dann mal weiter von Georg Uecker

Inhalt: Ende der 80er wird Georg Uecker in der Serie Lindenstraße bekannt. Ein paar Jahre später erkrankt er an Krebs. In diesem Zuge erfährt er, dass er ebenfalls HIV positiv. Weiteres aus seinem Leben erfährt man in dieser Biografie.

Meine Meinung: Seit ich denken kann, schaue ich die Lindenstraße und daher kenne ich auch den Schauspieler Georg Uecker. Vor ein paar Jahren merkte man bei ihm eine körperliche Veränderung und ich fragte mich, ob er irgendwie erkrankt sei. Als ich von diesem Buch erfahren habe, war ich natürlich sofort neugierig. Und tatsächlich erfährt man darin, was mit ihm los ist. Er litt Anfang der 90er an Krebs und erfuhr gleichzeitig, dass er HIV positiv ist. Das musste ein Schock sein, der mir unvorstellbar ist. Doch in diesem Buch erfährt man, wie der Schauspieler weitergekämpft hat. Darüber hinaus berichtet er aber auch von der deutschen Unterhaltungsbranche, was sehr interessant ist. Vieles darunter war mir sehr neu, so auch, wie gebildet dieser Mann eigentlich ist. Mich hat das Buch teilweise sehr berührt, aber vor allem fasziniert. Mein Interesse war so stark, dass ich die zweite Hälfte quasi an einem Rutsch durchgelesen habe und nicht mehr aufhören konnte. Zudem finde ich sogar, dass man beim Lesen selbst etwas lernt und dass es sogar ein wenig Aufklärungsarbeit in Sachen Aids betreibt, ohne auszuufern oder zu einem Sachbuch zu werden. Ich empfehle es sehr gerne.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
℗℗℗℗℗ 

Broschiert: 272 Seiten 
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 3 (22. Februar 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3596701678 
ISBN-13: 978-3596701674

Mittwoch, 18. April 2018

[Nachgedacht] Muss man seinen HIV-Status publik machen?

In den letzten Tagen erreichten mich zwei Nachrichten von Promis, die sich dazu bekannt haben, HIV positiv zu sein. Beide Promis leben schon seit mehreren Jahren damit, aber haben es erst jetzt der Öffentlichkeit mitgeteilt. Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht.

Seit ich denken kann, schaue ich die "Lindenstraße" im Ersten. Sie ging erstmals im Dezember 1985 - also etwa vier Monate nach meiner Geburt - auf Sendung und ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals nicht die Serie geschaut hätte. Ich bin mit ihr aufgewachsen. Vor einigen Jahren sah man, dass ein Darsteller aus der Serie, Georg Uecker, immer mehr abnahm und scheinbar sehr erkrankt war. In der Serie wurde das mit einem Burnout miteingebaut. Aber der Schauspieler redete nicht darüber, was er eigentlich hatte. Im Internet munkelten sehr viele, er könnte ja HIV haben - weil er schwul ist. Das regte mich ziemlich auf. Ich selbst muss aber gestehen, dass mich interessierte, was mit ihm los war. Nun erschien seine Biografie. Ich schaute mir in der Buchhandlung die Inhaltsbeschreibung an und erstarrte für einen Augenblick. Tatsächlich erfuhr Uecker im Rahmen einer Krebsbehandlung, dass er HIV positiv ist. Als ich mir das Buch kaufte und anfing, es zu lesen, erfuhr ich, dass er diese Diagnose allerdings schon 1993 erhielt. Das heißt, es ist eigentlich keine neue Meldung - lediglich für uns Zuschauer bzw. Leser ist es neu. Seit anderthalb Jahrzehnten behielt er es für sich.

Vor wenigen kam dann eine ähnliche Meldung hinzu. Conchita Wurst outete sich in einem Instagram-Posting, weil ein Ex-Freund drohte, diese Sache an die Öffentlichkeit zu bringen. Doch die Sängerin möchte sich nicht erpressen lassen und machte es selbst publik. Auch das war ein kleiner Schock für mich. Aber warum?

Ich muss gestehen, dass es mich aufgewühlt hat und ich diese beiden Menschen irgendwie nun mit anderen Augen sehe. Ich sehe Georg Uecker in der Lindenstraße und weiß nun, dass er HIV positiv ist. Ich denke daran, wie Conchita Wurst den Eurovision Song Contest gewonnen hatte und auf der Bühne mit ihrer HIV-Infektion stand. So ähnlich ging es mir auch damals, als ich von der Infektion von Nadja Benaissa hörte, die zu meiner Lieblingsband No Angels gehörte. Auch da war es von da an immer in meinem Hinterkopf.

Und ich muss dazu sagen: Ich schäme mich dafür! Dass ich es weiß, ändert doch eigentlich nichts. Uecker schaue ich mir weiterhin gerne in der Lindenstraße an, ich liebe den Auftritt und den Song von Conchita und Nadja wird immer eine meiner liebsten Sängerinnen sein. Da ich privat nichts mit ihnen am Hut habe und wahrscheinlich auch nie Interesse haben werde, Geschlechtsverkehr mit ihnen zu haben, geht mich das überhaupt nichts an. Daher bin ich der Meinung, dass diese Promis, aber auch eigentlich jeder andere, das gute Recht haben, diese Sache für sich zu behalten. Sie müssen es nicht sagen. Und wenn sie sich "outen", darf es einfach nicht zu einem Skandal werden. Für uns Konsumenten ändert sich doch nichts und daher sollten wir daraus keine große Sache machen.

Dienstag, 17. April 2018

[Serie] The King of Queens (Season 6)

Inhalt: Doug hat endlich etwas abgenommen und Deacon scheint sich wieder mit seiner Frau Kelly versöhnen zu können. Doch nicht alles läuft gut. Carrie droht es, ihren Job zu verlieren.

Meine Meinung: Dies ist die sechste Staffel der sehr witzigen Sitcom. Da ich früher die Serie mehr oder weniger regelmäßig verfolgte, fiel mir bis zum heutigen wiederholten Schauen nicht auf, dass mir diese Staffel nicht sehr präsent war. Ich hatte den Eindruck, einige Folgen zum ersten Mal geschaut zu haben. Das war sehr schön, weil mich das dann besonders unterhalten konnte. In dieser Staffel gibt es dieses Mal auch Hintergrundhandlungen, die über mehrere Folgen hinaus laufen. So sind die ersten beiden Folgen zusammengehörig und es geht darum, wie gut Doug abgenommen hat. Später gibt es einen Handlungsstrang, in der man sieht, wie Deacon und Kelly wieder zueinander finden. Einen großen Einschnitt macht Carries Arbeitslosigkeit. Außerdem sieht man, wie sie immer mehr zunimmt (was daran liegt, dass ihre Darstellerin Leah Remini zu dieser Zeit schwanger war). Zwar gab es weniger Stellen, bei denen ich herzhaft lachen musste, wie in den vorherigen Staffeln, aber insgesamt waren die Folgen wieder richtig klasse.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
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Darsteller: Kevin James, Leah Remini, Jerry Stiller 
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren 
Studio: Koch Media GmbH - DVD 
Erscheinungsjahr: 2003 
Spieldauer: 503 Minuten

Montag, 16. April 2018

[Buch] Scythe 2 - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman

Inhalt: Mittlerweile ist Citra eine Scythe und muss ihren Weg als diese finden. Währendessen treibt der selbsternannte Scythe Luzifer sein Unwesen und tötet Scythe, die seiner Meinung nach nicht sehr ehrenwert sind. Nun ist ein Anschlag auf Citra geplant. Kann sie gewarnt werden?

Meine Meinung: Der erste Band dieser Trilogie konnte bei mir wie eine Bombe einschlagen, sodass ich sehnlichst den zweiten Band erwartete. Hierbei handelt es sich um eine Dystopie, in der es den natürlichen Tod nicht mehr gibt. Daher muss die Gilde eine Überbevölkerung verhindern, indem sie ausgewählte Menschen endgültig töten. Die Welt wird hierbei vom Thunderhead geregelt - die künstliche Intelligenz, die das ganze Wissen der Menschheit innehat. Und der Thunderhead steht in diesem Band ganz schön im Mittelpunkt. Man trifft natürlich auch auf alte Bekannte aus dem ersten Band. Nach wie vor sind Citra und Rowan die Protagonisten. Hinzu kommt aber ein dritter Jugendlicher: Greyson. Er ist kein angehender Scythe, aber spielt dennoch eine große Rolle. Es gibt einige mehr oder minder komplozierte, aber höchst spannende und interessante Entwicklungen. Darüber hinaus werden recht philosophische Fragen aufgeworfen, was dem ganzen noch einen tieferen Sinn gibt. Ich fand das Buch grandios und das Ende ist einfach nur episch. Nun kann ich den letzten Band und damit das Finale kaum erwarten. Es ist ein Meisterwerk und eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
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Gebundene Ausgabe: 544 Seiten 
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 2 (14. März 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 373735507X 
ISBN-13: 978-3737355070

Sonntag, 15. April 2018

[Lady Diamond 1] Kapitel 9

Jetzt ist es dir wie mir ergangen“, sprach der rote Schattenritter zu Sir Nix. „Du hast ebenfalls keinen magischen Edelstein ergattern können.“
„Ich weiß nicht, wie das passieren konnte“, entgegnete der Ritter in der dunkelblauen Rüstung. „Ich hatte der Zielperson die Saat der Dunkelheit eingepflanzt. Ich spürte auch, wie sie sich in ein Monster verwandelte. Aber irgendwas ist passiert, das eine Rückverwandlung verursachte.“
„Vielleicht wird Sir Venenum mehr Glück haben. König Umbra hat gerade nach ihm gerufen.“

Und tatsächlich befand sich nun der Ritter mit der dunkelgrünen Rüstung im Thronsaal vor dem Herrscher der Dunkelheit. Er hatte langes, glattes, schwarzes Haar und wirkte sehr erhaben. Er war der einzige der Schattenritter, der sich nicht vor dem König fürchtete. So sehr war er von sich selbst überzeugt.
„Sir Venenum“, sprach König Umbra, „mein Ritter mit der Kraft des tödlichen Giftes, du sollst für mich die Edelsteine finden.“
„Verstanden, Eure Majestät. Ich werde den Auftrag zu Eurer Zufriedenheit ausführen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein.“
„Das hoffe ich doch, Sir Venenum. Sir Acidum und Sir Nix haben leider bereits versagt. Mir läuft die Zeit langsam davon. Meine Kräfte schwinden. Ich brauche die magischen Edelsteine. Finde sie!“

Samstag, 14. April 2018

[Serienupdate] April 2018

Mein Serienprogramm in den letzten Wochen war nicht sehr abwechslungsreich. Eigentlich habe ich, wann immer ich konnte, nur eine Serie geschaut und das war "The King of Queens". Fünf Staffeln habe ich von dieser Sitcom bislang gesehen. Jetzt bin ich bei der sechsten Staffel von insgesamt neun Staffeln.
Schon als Kind bzw. Jugendlicher habe ich die Serie geliebt und jetzt schaue ich sie zum ersten Mal chronologisch von Anfang bis Ende durch. Dadurch fällt mir einiges auf, was mir bisher nie aufgefahren war. Aber ich liebe die Serie einfach und sie ist perfekt geeignet zum Entspannen.

"Game of Thrones" haben wir leider in letzter Zeit nicht mehr weiter gesehen und auch sonst keine anderen Serien, außer meine wöchentliche Dosis der "Lindenstraße". Auch "Life in Pieces" müsste ich mal weiter anschauen. Da werden bei Amazon Video wöchentlich eine Folge eingestellt, aber ein paar sind wieder online, sodass ich da nun weitergucken könnte.

Freitag, 13. April 2018

[Film] Pets

Inhalt: Der Hund Max liebt sein Frauchen Katie, doch eines Tages bringt sie einen weiteren Hund - Duke - mit nach Hause. Die beiden verstehen sich anfangs nicht. Nach einem Zwischenfall befinden sie sich jedoch auf der Straße und müssen sich gemeinsam durchschlagen.

Meine Meinung: Den Trailer dieses Films konnte ich mir immer wieder anschauen und fand ihn unheimlich witzig. Obwohl ich damit rechnete, dass die besten Szenen damit schon verbraten sein würden, war ich gespannt auf den Animationsfilm. Darin geht es um den kleinen Hund Max, der alleine mit seinem Frauchen Katie zusammenwohnt. Eines Tages bringt sie einen großen, braunen Hund mit nach Hause und fortan muss Max sein Zuhause mit ihm teilen, was anfangs zu Auseinandersetzungen führt. So kommt es, dass der neue Hund Duke Max beim Gassigehen loswerden möchte. Doch der Plan geht nach hinten los und die beiden finden sich auf der Straße wieder. Sie müssen nun gemeinsam vor Hundefängern und streunenden Tieren fliehen. Das ist unheimlich witzig und an vielen Stellen total süß. An manchen stellen ist es selbst für einen Kinderfilm ein bisschen zu weit an den Haaren herbeigezogen, aber im Großen und Ganzen habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Mir haben die verschiedenen Tiere Spaß gemacht und auch einige Synchronsprecher fand ich großartig. Mit dem gelungenen Happy-End ist dies rundum ein Wohlfühl-Film für die ganze Familie.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Regisseur(e): Yarrow Cheney 
Komponist: Alexandre Desplat 
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung 
Studio: Universal Pictures Germany GmbH 
Erscheinungsjahr: 2016 
Spieldauer: 83 Minuten